Ausstellung «Pegelstand»

Die Wanderausstellung «Pegelstand» informiert anlässlich des 150-Jahre-Jubiläums der Juragewässerkorrektion anhand von zahlreichen Bildern und Videos über die einmalige Ingenieurleistung und sensibilisiert für das Thema Hochwasser.

Die Ausstellung ist vom 4. Juli bis 22. Oktober 2017 an neun Orten zu sehen: Yverdon-les-Bains, Estavayer-le-Lac, Neuenburg, Murten, La Neuveville, Büren an der Aare, Biel, Solothurn und Olten. Daten und Standorte

Sie ist in zwei Teile aufgeteilt:

1867+: Das gezähmte Element

Noch vor 150 Jahren waren die Ebenen an den drei grossen Juraseen und der Aare zu weiten Teilen ein Sumpf. Immer wieder standen die Dörfer und Städte unter Wasser. Armut, Hunger und Sumpfkrankheit gehörten zum Alltag.

Mit der 1891 abgeschlossenen ersten Juragewässerkorrektion verbesserten sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung. Mit Unterstützung des Bundes haben die Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Neuenburg und Solothurn das Geld aufgebracht, um die Aare über den Hagneck-Kanal in den Bielersee umzuleiten und den Nidau-Büren-Kanal zu bauen. Ein Netz von Binnenkanälen legte die Sümpfe trocken.

Doch es zeigte sich, dass diese Massnahmen nicht genügten. Immer noch kam es im Dreiseenland zu grossen Überschwemmungen. Erst mit der zweiten Juragewässerkorrektion (1962-1972) gelang es, die Wassermassen zu bändigen. Dank einem Regulierwehr in Port war es nun möglich, die Wasserstände der drei Seen und den Abfluss der Aare unter Kontrolle zu halten.

2017+: Ein Blick in die Zukunft

Auch im 21. Jahrhundert bleibt der Kampf gegen die Wassermassen eine Daueraufgabe im Dreiseenland. Als Folge des Klimawandels gibt es immer häufiger starke Regenfälle und damit auch wieder erhöhte Hochwassergefahr.

Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Menschen an die Gewässer – und sie widersprechen sich zum Teil: Die Gewässer sollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten, den Menschen zur Naherholung dienen und Wasser zum Trinken und Bewässern von Äckern bereitstellen. Das Wasser soll sich den Raum nehmen, den es braucht – aber bitte nicht dort, wo der Mensch Häuser, Strassen und Industrieanlagen gebaut hat.

Flyer der Ausstellung